Willkommen im Baunetzwerk der Liegenschafts- und Bauabteilung der Steiermärkischen Sparkasse.
Eckdaten
Ausgangslage
Grundstücksadresse: Andreas Hofer Platz 9
Grundstücksgröße: 927 m2

Neu
Baukörper: Stahlbetonskelettbau mit regenerativer Bauteilkühlung (Bauteilaktivierung)  
Fassade Glas: Isolierglas 1,10 W/m2K
Fassade Massiv: Stahlbetonwand mit Vollwärmeschutz 0,93 W/m2K
Fassadenfläche Gesamt: Massiv und Glas 2.800 m2
Grünflächen: Innenhof
Bestandsbau
600 m2
530 m2
Nettonutzfläche: Büronutzfläche 5.200 m2
  Tiefgaragenfläche 4.500 m2
PKW-Abstellplätze: Tiefgarage Bestandsbau
Tiefgarage Neubau
64
118
Geschosse:   7 Oberirdisch
5 Unterirdisch
Wirtschaftlichkeit: Flächenoptimierung 1.642 m2
  Betriebskostenoptimierung aus der Flächenreduktion € 150.000,- jährlich
Arbeitsplätze:   250 bis 300
Energiekonzept: Primärversorgung Grundwasser
  Secundärversorgung Strom (Wärmepumpe)
CO2 Ausstoß:   29 t
Kosten:   € 18,0 Mio Brutto
Architekten: Szyszkowitz-Kowalski + Partner Graz  
Klimaengineering: Transsolar, Prof. Schuler Stuttgart  

Zukunftsweisende, innovative Architektur mit maximaler Energieeffizienz


Die Steiermärkische Sparkasse errichtet am Andreas-Hofer-Platz den neuen Erweiterungsbau der Firmenzentrale und setzt damit, nach dem Umbau im Jahre 2005 und der Fassadensanierung 2006, ein weiteres architektonisches Zeichen im Altstadtbereich von Graz. Die Werte des Unternehmens - Transparenz, Qualität und Flexibilität – sind das Fundament dieses Projektes.

Als größte Bundesländersparkasse Österreichs setzt die Steiermärkische Sparkasse in allen Bereichen auf Qualität. "Kunden- und Serviceorientierung kann letztlich nur gewährleistet werden, wenn den Mitarbeitern die notwendigen baulichen und technischen Voraussetzungen für effizientes, kundenorientiertes Arbeiten zur Verfügung stehen", so Vorstandsdirektor Franz Kerber.

Der innovative Entwurf des Gebäudes stammt von dem mehrfach ausgezeichneten Architektenbüro Szyszkowitz-Kowalski.

Impuls für die Bauwirtschaft: 18 Millionen EURO Investition


Die Errichtung des Projektes fällt in eine Phase, in der die Bauwirtschaft mit Auftragseinbrüchen zu kämpfen hat. "Wir sind stolz", so Vorstandsdirektor Franz Kerber, "daß die Steiermärkische Sparkasse in dieser angespannten Situation zur Sicherung von Arbeitsplätzen beitragen kann".

Das architektonische Konzept


Das architektonische Konzept sieht eine gemischte Nutzung vor, welche neben den Büroflächen einen kombinierten Lounge- bzw. Veranstaltungsbereich und Abstellplätze für 118 PKW umfaßt.

Erklärtes Ziel für den Neubau bestand darin, Raum für Flexibilität, Kreativität und Kommunikation zu gestalten. Das offene Bürokonzept „Kommunikationsbüro“wird zum individuellen Ort für die täglich wechselnden Ansprüche. Für Teamarbeit an Projekten stehen Projekträume zur Wahl. Konzentriertes Arbeiten unterstützen die Think Tanks. Formelle Besprechungen finden in Meetingräumen statt. Den informellen Austausch hingegen unterstützen Kommunikationszonen mit Stehmodulen und Recreationszonen.

Im Erdgeschossbereich – der als halböffentlicher Bereich konzipiert ist – liegt der Empfangs- und Loungebereich. Dieser wird kulinarisch durch das bestehende Restaurant „blounge“ ergänzt. Informell stehen Ihnen die Dauerausstellungen der Bereiche „Wohn²“ und „Münze“ zur Verfügung. Für die Geldversorgung wird der Selbstbedienungsbereich zukünftig Richtung Haupteingang in die Landhausgasse rücken.

Das produktive Herzstück bilden die über sechs Geschosse verteilten Bürozonen die weitestgehend barrierefrei erreichbar sind. Dort werden die Mitarbeiter mit Arbeitsplatzsystemen arbeiten, die auf bestmögliche Benutzerfreundlichkeit hin ausgerichtet werden.

Architektur


Das stadträumliche Quartier:

Das Quartier des Sparkassenkomplexes ist prädestiniert für die Errichtung einer Hoffolge vom neu adaptierten Sparkassenplatz zum Entwicklungsgebiet Andreas-Hofer-Platz. Auf der westlichen Seite, nämlich zum Andreas-Hofer-Platz hin, ergibt sich damit automatisch eine zentrale Position innerhalb der gesamten straßenbegleitenden Bebauung, also etwa in der Mitte des Grundstückes des abzubrechenden „Brandlhauses“.

Dadurch ergibt sich eine stadträumliche Lösung, die drei hofartige Situationen im Inneren des Quartiers definiert. Das bedeutet die Herstellung zweier Verbindungsbauwerke zwischen der westlichen und östlichen Randbebauung.

Die Architektur:

Diese 3 Innenhöfe erfahren durch die spezifische, architektonische Ausbildung einen besonderen Charakter. In auf den Kopf gestellter Pyramidenform liefert der zentrale Hof eine besondere Atmosphäre für die gesamte Anlage, und auch die weiteren zwei Höfe sind somit geschaffen für eine besondere Interpretation des in Graz vorherrschenden städtebaulichen Themas der Innenhöfe.

Die Gestaltung der 3 Innenhöfe und der damit zusammenhängenden Dachlandschaft wurde von der ASVK besonders begrüßt und positiv bewertet. Hiermit wird der Kleinteiligkeit des historischen Ensembles entsprochen und es ergibt sich ein Quartier, das sich im Stadtraum - trotz seiner zeitgenössischen Architektursprache - passgenau in das Stadtensemble einfügt. Die neuen Bauteile sind somit als stadträumliche und architektonische Ergänzung der historischen Bebauung gedacht.

Optimale Arbeitsbedingungen für die Mitarbeiter


Eines der Hauptanliegen bei der Planung und Ausführung des modernen Gebäudekomplexes ist die Schaffung optimaler Arbeitsbedingungen für die ca. 300 Mitarbeiter.

Die rundum verglasten Bürozonen bieten sowohl Ausblick auf die Umgebung, als auch Einblick in den Innenhof und ermöglichen es, das jeder Arbeitsplatz mit natürlichem Licht versorgt wird.

Die Quellluftklimatisierung und die regenerative Bauteilkühlung sorgen im Inneren für hohen Komfort.
Zusätzlich öffenbare Fenster ermöglichen zu jeder Zeit die individuelle Belüftung der Büros.

Für die Belichtung der Arbeitsplätze sorgt eine tageslichtabhängige Lichtsteuerung, die abhängig von der Lichtsituation im Außenbereich, zu jeder Zeit für optimale Verhältnisse am Arbeitsplatz sorgt.

Das bisher am Jakominiplatz beheimatete Gesundheitszentrum rückt in die Nähe der Mitarbeiter und wird in den gesamten Gebäudekomplex mit eingebunden. Damit besteht selbst in kurzen Mittagspausen die Möglichkeit das umfangreiche Angebot des Gesundheitszentrums auf kurzem Wege zu erreichen.

Umweltschutz


Bei der Umsetzung des Energiekonzept spielt die Verantwortung gegenüber den Menschen und der Umwelt eine zentrale Rolle und reduziert zusätzlich noch die Betriebskosten.

Die eingesetzten Komponenten sind das Ergebnis eines Energiekonzeptes des weltweit tätigen Planungsbüros Transsolar und stellt sich wie folgt dar: Durch eine thermisch optimale Gebäudehülle und modernste Haustechnik wird der Gebäudeenergieverbrauch reduziert. Der reduzierte Energiebedarf wird hauptsächlich über das Grundwasser abgedeckt. Im Detail tragen außen liegende Sonnenschutzelemente, die Kühllastreduktion durch Betonspeicherdecken und die Regenwassernutzung zur Verringerung des Wasserverbrauches zur optimalen Nutzung der Ressourcen bei. Zusätzlich weist die Fassade sehr hohe Dämmwerte auf und ist in das umweltfreundliche Heiz- und Kühlsystem eingebunden.

Bei den Betriebskosten offenbart sich der eigentliche Vorteil des Systems. Der größte Teil der Energie wird dem Grundwasser entzogen. Regenwasser ist ebenfalls kostenlos. Die Summe der Teilbilanzen zeichnet ein sehr positives Bild: jährlich können somit bis zu 60 % zum vergleichbaren Bestandsobjekt, das mit einer herkömlichen Heizungs-, Lüftungs-, Klimalösungen betrieben wird, eingespart werden.

Die Nutzung des Grundwassers reduziert den jährlichen CO² Ausstoß um .. Tonnen im Sinne einer saubereren Zukunft.